Begeisterung durch Begegnung

Begeisterung durch Begegnung

Es sind die Begegnungen von Mensch zu Mensch, die das Leben reich machen. Eine liebevolle Berührung, das Halten der Hand, ein Lächeln, ein Blick in die Augen: jeder Mensch ist auf diese Zuwendung auf den verschiedenen Ebenen der zwischenmenschlichen Begegnung angewiesen.

Das Leben der Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts ist aufgrund von Erkrankungen oft von Abschied geprägt: das eigene Zuhause musste aufgegeben werden, geliebte Menschen sterben, gesundheitliche Einschränkungen machen sich bemerkbar. So sind diese Menschen in besonderer Weise angewiesen auf Zuwendung und menschliche Begegnung. Dies ist den Mitarbeitern der verschiedenen Berufsgruppen im Haus sehr wichtig.

Eine Begegnung mit ganz besonderen Menschen wurde den Bewohnern des St.-Elisabeth-Stifts vor einigen Wochen geschenkt. Die beiden Clowns „Rosinchen“ und „Valentina Nappoletta“ besuchten die Wohnbereiche. Ihre bunte Verkleidung, Späße, Musik und Tanz schlugen alle Anwesenden schnell in den Bann. Mit einfühlsamer Zuwendung nahmen die Clowns Kontakt zu den einzelnen Bewohnern auf. Ein bewegender, lebendiger und begeisternder Nachmittag – deutlich erkennbar auf den Gesichtern der Menschen.

Frank Koch singt sich mit Schlagern des unvergessenen Peter Alexander in die Herzen der Zuschauer

Frank Koch singt sich mit Schlagern des unvergessenen Peter Alexander in die Herzen der Zuschauer

„Die kleine Kneipe in unserer Straße“…: begeistert sang das Publikum mit, als Frank Koch im Café des St.-Elisabeth-Stifts die bekanntesten Schlager des unvergessenen Peter Alexander anstimmte. Viele Bewohner, Angehörige und Nachbarn waren zum Konzert erschienen. Frank Koch aus Dortmund hat sich bereits in vielen Städten einen Namen gemacht als Imitator verschiedener Sänger. Am liebsten aber, so verrät er dem Publikum, singt er die Schlager von Peter Alexander. Und damit traf er den Geschmack seines Publikums genau. Unterhaltsam führte Frank Koch durch sein Programm und erzählte so manche Anekdote zu den Schlagern und ihrer Entstehung. Immer wieder suchte er auch die Nähe des Publikums, indem er sich zum Schunkeln neben einen Gast setzte oder einzelne Menschen direkt ansprach. So sprang der Funke schnell über: fast jeder im Publikum sang, klatschte und schunkelte mit und die meisten Menschen hatten ein Strahlen im Gesicht, das zeigte, wie gut ihnen die Musik aus vergangenen Zeiten und die damit verbundenen Erinnerungen taten. „Das erinnert mich an so manches Konzert in der Stadthalle Coesfeld, bei dem ich gewesen bin“, freut sich Bewohnerin Maria Janning. „Das waren so schöne Zeiten.“ Nach dem angekündigten Abschiedslied „Sag‘ beim Abschied leise Servus“ musste Frank Koch dann noch mehrere Zugaben geben, ehe ihn das Publikum schließlich unter großem Applaus von der Bühne ließ. „Das war ein wundervoller Nachmittag“: mit diesen Worten sprach eine Bewohnerin anschließend wohl den meisten Menschen im Publikum aus dem Herzen.

 

Musikgenuss auf höchstem Niveau

Musikgenuss auf höchstem Niveau

„Welch eine wunderbare Musik“; „Das geht so richtig unter die Haut“: mit diesen und ähnlichen Worten bedankten sich die Zuhörer bei der Violinistin Charlotte Jonen , die zu einem Konzert in das Café Rosenrot gekommen war. Die gebürtige Nottulnerin Charlotte Jonen kommt schon seit 5 Jahren regelmäßig in das St.-Elisabeth-Stift, um dem Publikum dort ihr Programm vorzustellen. In diesem Jahr wurde sie begleitet von der Pianistin Atsuko Ota. Werke von Bach, Mozart und Tschaikowski standen auf dem Programm, aber auch neuere Stücke wie die Musik zu dem bekannten Film „Schindlers Liste“.
„Diese Konzerte sind für unsere Bewohner, die meistens nicht die Möglichkeit zu einem Konzertbesuch außer Haus haben, eine großartige Chance, Musikgenuss auf höchstem Niveau zu erleben“, freut sich Elisabeth König, Musiktherapeutin im St.-Elisabeth-Stift. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass Frau Jonen, die mittlerweile schon in vielen bekannten Konzerthäusern gespielt hat, unseren Bewohnern dieses Erlebnis ermöglicht.“
Und die Zuhörer bedanken sich bei den beiden Musikerinnen auf ihre Weise: Menschen, die im Alltag oft unruhig sind, werden beim Hören der Musik still und entspannt. Es wird an den Mienen der Menschen deutlich, wie die wunderbare Musik ihre Seele erreicht und bereichert. Über eine solche Rückmeldung freuen sich Charlotte Jonen und ihre Kollegin Atsuko Ota dann auch sehr.

Tiergestützte Therapie im St.-Elisabeth-Stift

Tiergestützte Therapie im St.-Elisabeth-Stift

„Henri und Bayala kommen“ – mit leuchtenden Augen wird Sandra Lefert begrüßt, wenn sie am Dienstagnachmittag mit ihren beiden Hunden das St.-Elisabeth-Stift betritt. Seit mittlerweile 5 Jahren bietet sie mit ihren ausgebildeten Therapiehunden freiberuflich tiergestützte Interventionen im Haus an. In der tiergestützten Intervention werden Tiere bewusst, zielgerichtet und strukturiert in Gesundheitsfürsorge, Pädagogik und Soziale Arbeit einbezogen und integriert. Für jeden Menschen, so auch für die Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts, sind Begegnungen und Erlebnisse, bei denen sie sich angenommen und wertgeschätzt fühlen, sehr wichtig. Der Tierkontakt kann Beschwerden lindern und Freude und Sinn in das Leben der alten Menschen bringen. Nachweislich wirkt sich die Beziehung zum Tier positiv auf das Gefühlsleben, die Gedanken und das Sozialverhalten der Menschen aus. Durch den Kontakt sind sie oft aktiver, selbstbewusster und kommunikativer als Menschen ohne Tierkontakt. Als Therapietiere werden nicht nur Hunde, sondern u.a. auch Esel, Lamas und Pferde eingesetzt. Weiterhin eignen sich auch Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen und Hühner für die tiergestützte Therapie. Daher wird Frau Lefert demnächst zusätzlich ein entsprechendes Angebot mit diesen Tieren im St.-Elisabeth-Stift einrichten.
Um sich in diesem Bereich weiter zu qualifizieren, hat Frau Lefert nun eine 17 Monate dauernde, berufsbegleitende Weiterbildung zur ESAAT-zertifizierten „Fachkraft für tiergestützte Therapie und Interventionen“ beim Institut für systemische und tiergestützte Therapie absolviert.
Einrichtungsleiterin Sandra Thoms gratuliert Frau Lefert herzlich zu ihrer bestandenen Prüfung und freut sich, dieses fachlich qualifizierte Angebot im St.-Elisabeth-Stift weiterhin ansiedeln zu können.
Und Sandra Lefert ruht nach ihrer erfolgreichen Fortbildung nicht: „Ein für mich ganz wichtiges Zukunftsprojekt ist die Errichtung eines intergenerativen Begegnungshofes“, verrät sie. Da sie zusätzlich als Betreuungskraft im St.-Elisabeth-Stift arbeitet, bringt sie für entsprechende Überlegungen auf jeden Fall die besten Voraussetzungen mit!

Fremdländische Klänge im Café Rosenrot

Fremdländische Klänge im Café Rosenrot

Ungewohnte Klänge erfüllten am vergangenen Montag das Café Rosenrot im St.-Elisabeth-Stift. Die Angklung-Gruppe Appelhülsen war zu einem Konzert in das Haus eingeladen worden. Unter der Leitung von Klaus Bratengeyer spielten 16 Musiker auf ihren Instrumenten und sangen dazu. Begleitet wurden sie auf der Querflöte von Anne Meyer-Schwickerath. Die „Angklung“ ist ein indonesisches Instrument, das aus Bambusröhren aufgebaut ist. Diese werden auf einem Gitter zusammengebunden. Durch Schütteln des Instrumentes wird ein glockenähnlicher Ton erzeugt. Jedes Instrument kann nur einen bestimmten Ton hervorbringen. So müssen die Instrumente in einer bestimmten Reihenfolge bedient werden, um eine Melodie zu erzeugen.
Beim Konzert wurden neben afrikanischen und indonesischen Stücken einige Volkslieder gespielt, so dass im Publikum kräftig mitgesungen werden konnte.
Zwischen den Stücken gab es von Klaus Bratengeyer interessante Informationen zur Herkunft, zum Aufbau und zur Funktion der Instrumente. Gern wurde von vielen Zuhörern das Angebot angenommen, im Anschluss an das Konzert selbst einmal eine Angklung zu spielen. „Das ist ja gar nicht so schwer“, freute sich eine Bewohnerin, nachdem sie erfolgreich mit dem Instrument Klänge erzeugt hatte.

Ausstellung zur Aktion “Königswege”

Ausstellung zur Aktion “Königswege”

In der vergangenen Advents- und Weihnachtszeit gab es eine besondere Aktion der katholischen Pfarrgemeinde: wie auch in den benachbarten Gemeinden waren jeweils 5 geschnitzte Königsfiguren zu Gast in verschiedenen Institutionen wie Kindergärten oder Schulen, bei Gottesdiensten und auch in einzelnen Familien. Der hinter dieser Aktion stehende Zweck war es, deutlich zu machen, dass jedem Menschen von Gott eine besondere Königswürde zugesprochen ist.
Auch im St.-Elisabeth-Stift war in diesen Wochen häufig eine solche Königsfigur anzutreffen: nicht nur in vielen Veranstaltungen, sondern auch in alltäglichen Situationen und Arbeitsbereichen war „unsere“ Königin ein gern gesehener Gast. Dabei sind viele schöne Fotos entstanden, die diesen besonderen Besuch dokumentieren. Die Fotos sind nun im Rahmen einer Ausstellung im Andachtsraum des Hauses zu sehen. Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung offiziell mit einem Glas Sekt eröffnet. Viele Bewohner waren zugegen, um sich die Fotos anzuschauen und freuten sich, wenn sie sich selbst auf den ausgestellten Bildern entdecken konnten. Erinnerungen an die Aktion „Königswege“ wurden dabei geweckt und ausgetauscht.
Die Ausstellung der Fotos wird auch in den nächsten Tagen noch zu sehen sein.

Danke für den ehrenamtlichen Einsatz

Danke für den ehrenamtlichen Einsatz

„Dankeschön“ – dieses kleine Wort kann man nicht oft genug aussprechen. Das reichhaltige Angebot, das im St.-Elisabeth-Stift für die Bewohner immer wieder auf dem Programm steht, könnte in seiner Vielfalt allein von den Mitarbeiterinnen des Sozialen und Therapeutischen Dienstes nicht aufrecht erhalten werden. So sind diese sehr dankbar dafür, dass zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter ihre Kraft und Zeit zur Verfügung stellen, um Gruppenangebote zu begleiten oder Einzelbegleitungen von Bewohnern durchzuführen. Ob Dämmerschoppen, Zeitungsrunde, Literaturkreis, plattdeutsche Runde, Rosenkranzgebet oder Gottesdienste: aus all diesen Angeboten sind die ehrenamtlichen Helfer nicht wegzudenken. Auch die Begleitung einzelner Bewohner, die von der Hospizgruppe Nottuln im Haus durchgeführt werden, ist ein wichtiger Baustein im Angebot.
So ist es mittlerweile Tradition, dass alle ehrenamtlichen Mitarbeiter im Januar herzlich zu einem „Dankeschön-Essen“ in das Café Rosenrot eingeladen werden. Einrichtungsleiterin Sandra Thoms begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und dankte im Namen aller Bewohner und Mitarbeiter für die vielfältig geleistete Arbeit. Bei einem leckeren viergängigen Menü konnten sich dann alle Gäste lebhaft über ihre Einsatzbereiche im Elisabethstift austauschen.
Auch im weiteren Verlauf des Jahres sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu verschiedenen Veranstaltungen im Haus eingeladen. So ist z.B. für den 11. Februar ein gemeinsamer Ausflug von Bewohnern, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen nach Münster geplant. Dort soll in der Überwasserkirche die Ausstellung zum Turiner Grabtuch besucht werden.

Konzert des Posaunenchores im St.-Elisabeth-Stift

Konzert des Posaunenchores im St.-Elisabeth-Stift

Wie schon lange bewährt, startete die Reihe der Konzerte im St.-Elisabeth-Stift am vergangenen Sonntag mit dem Auftritt des Posaunenchores der evangelischen Gemeinde im Café Rosenrot in das neue Jahr. Unter der Leitung von Nina Kuckuck spielten 10 Musiker im Alter zwischen 12 und 80 Jahren auf ihren Instrumenten für das zahlreich erschienene Publikum. Dabei gab es nicht nur Instrumentalsätze von Henry Purcell zu hören. Auch verschiedene alte Volkslieder wurden mehrstimmig gespielt. Hier musste das Publikum gar nicht erst zum Mitsingen eingeladen werden. Wie selbstverständlich stimmten die Zuhörer mit ein und zeigten den Musikern auf diese Weise, dass das Singen der altbekannten Volkslieder im St.-Elisabeth-Stift einen hohen Stellenwert hat. Zumindest die ersten Strophen wurden auswendig gesungen und für Unsicherheiten im weiteren Verlauf waren Textzettel zur Unterstützung vorbereitet und verteilt worden. Abgerundet wurde der Nachmittag mit einigen besinnlichen und auch lustigen Geschichten, die Nina Kuckuck zwischendurch vortrug. Beendet wurde das Konzert mit dem wunderschönen Lied „Abend wird es wieder“. So wurde das Publikum stimmungsvoll in einen ruhigen und besinnlichen Abend entlassen. „Das war ein wunderschöner Nachmittag“, waren sich dann auch die Bewohner des Hauses auf dem Rückweg zu ihren Wohnbereichen abschließend einig.

Stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert des MGV Nottuln

Stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert des MGV Nottuln

Wie in den vergangenen Jahren konnten sich die Bewohner, Angehörigen und Freunde des St.-Elisabeth-Stifts über den Besuch des MGV Nottuln freuen, der mit einem vorweihnachtlichen Konzert stimmungsvoll auf das kommende Fest vorbereitete. Auch in diesem Jahr kamen unter der Leitung von Michael Tegethoff knapp 30 Sänger zusammen und erfreuten das zahlreich erschienene Publikum mit dem Vortrag von Chorsätzen und Adventsliedern im weihnachtlich geschmückten Café Rosenrot.
„Diese Lieder können wir doch alle auswendig. Die haben wir schon seit der frühen Kindheit jedes Jahr gesungen“, bestätigte Bewohnerin Maria Baumann, als der Chor zum Mitsingen der bekannten Adventslieder einlud. Und so ertönten die Lieder aus zahlreichen Kehlen sowohl im Chor als auch im Publikum.
Abgerundet wurde das Programm durch eine zum Nachdenken anregende Weihnachtsgeschichte von Berthold Brecht, die Michael Küper zwischendurch vortrug.
Besonders viel Applaus erhielt die spontan vorgetragene Zugabe des Chores. Das Lied „You raise me up“ von Josh Groban, vorgetragen in einer Chorversion, war den meisten Zuhörern zwar nicht bekannt, aber es trug noch einmal zu einer besonderen Stimmung bei. Insgesamt ein schön gestalteter adventlicher Vormittag im St.-Elisabeth-Stift, der die Herzen für das Weihnachtsfest öffnete!

Traditioneller Adventszauber lockt zahlreiche Besucher

Traditioneller Adventszauber lockt zahlreiche Besucher

„Das ist doch immer wieder spannend für alle“, stellte Henrike Keim-Lügering am Freitagnachmittag angesichts einer langen Menschenschlange vor der Gewinnausgabe schmunzelnd fest. „160 Preise bei der Tombola“, wusste die Leiterin Sozialer Dienst im St.-Elisabeth-Stift, warteten in diesem Jahr beim traditionellen Adventszauber auf ihre neuen Besitzer.
Im Café Rosenrot lockten dazu verschiedene Verkaufsstände mit liebevoll Gebasteltem und Gehandarbeitetem sowie Gebäckmischungen – aus Plätzchenspenden zusammengestellt – zum Kauf. Zahlreiche Besucher ließen sich an den mit Weihnachtssternen geschmückten Tischen Kaffee und leckere, von Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden des Hauses selbst gebackene Kuchen schmecken. Ehrenamtliche Helferinnen sorgten zudem für frische Waffeln und köstlichen Punsch. Später zog dann noch der Duft frisch gegrillter Würstchen durch die Räume und weckte Appetit auf Herzhaftes. Als Überraschungsgast kam der Nikolaus, zusammen mit Knecht Ruprecht, ins Café. Gut bekannt mit der Freiwilligen Feuerwehr Appelhülsen sei der heilige Mann, erfuhren die Gäste.
In der vorweihnachtlichen Atmosphäre schmückte ein besonderer Tannenbaum den Eingangsbereich. Etliche Besucher nutzten nämlich die Gelegenheit, ihn mit Wunschkarten zu bestücken. Am Abend fanden sich darunter einige Wünsche, wie etwa die nach einem begleiteten Spaziergang oder dem Vorlesen von Geschichten, die schon sehr bald auch erfüllt werden können.
Und dass jeder Mensch seine eigene Königswürde hat, wurde von der kleinen Königinnenfigur untermauert, die zurzeit als eine von fünf Figuren in der Pfarrgemeinde unterwegs ist. „Das kommt im Haus gut an“, unterstrich Musiktherapeutin und seelsorgerische Begleiterin Elisabeth König, die gerne Erinnerungsfotos zusammen mit der kleinen Königin machte. (Text: WN)